Alle Menschen haben ein Recht auf Frieden. Pfadfinderinnen und Pfadfinder verteilen das Friedenslicht

Berlin, den 20.11. Das Recht auf Frieden ist ein Menschenrecht. Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen mit dem diesjährigen Motto der Aktion Friedenslicht daran erinnern und gleichzeitig auch dem 65. Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gedenken.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland verteilen das Friedenslicht aus Bethlehem. Sie tragen es in Krankenhäuser, in Kindergärten, in Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten, in Asylbewerberheime, in Rathäuser, in Einkaufszentren und in den Bundestag. Sie bringen es zu Menschen im Alltag und zu Menschen in besonderen Situationen. Zu denen, die im Rampenlicht und zu denen, die am Rande stehen. Sie alle vereint der Wunsch nach Frieden, für den das Friedenslicht ein Symbol ist.

Seit einigen Jahren ist es auch Tradition, dass das Friedenslicht aus Bethlehem in die Berliner Ministerien, ins Kanzleramt, ins Bundespräsidialamt und in den Bundestag gebracht wird.

„Es ist großartig, dass das Friedenslicht inzwischen so bekannt ist und eine bundesweite Verbreitung findet. Einen Großteil der Bevölkerung damit zu erreichen, an diejenigen zu denken, an die zu selten gedacht wird und ein Zeichen des Friedens zu setzen, ist unser Ziel. Damit sind wir sehr erfolgreich.“, so Dominik Naab, Vorsitzender des Rings Deutscher Pfadfinderverbände.

Für uns im VCP hat das Friedenslicht aus Bethlehem auch deshalb eine besondere Bedeutung, weil es aus einer Krisenregion kommt. Seit vielen Jahren haben wir in Israel ebenso wie in den palästinensischen Autonomiegebieten Partnergruppen und versuchen dort wie hier gemeinsam durch freundschaftliche Begegnungen der Gruppen zum Frieden beizutragen, erklärt Oliver (Speedo) Pfundheller, Bundesvorsitzender des VCP.

Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom ORF, dem Österreichischen Rundfunk, ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind, das sich durch sein besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem.

Das Licht wird mit dem Flugzeug nach Wien gebracht und dort in einem Aussendegottesdienst weiterverteilt.

Seit 1993 bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Adventszeit das Friedenslicht nach Deutschland. Die kleine Flamme wird in Lichterstafetten in ganz Europa verteilt. Im Jahr 2000 gelangte das Friedenslicht das erste Mal nach Übersee.

Die 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland wollen mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem einen kleinen Beitrag zum Frieden leisten. Dabei folgen sie dem Auftrag ihres Gründers Lord Robert Baden-Powell, der sinngemäß formulierte: Wenn einmal ein gegenseitiger guter Wille und persönliche Freundschaft zwischen Bürgern verschiedener Staaten durchwegs angebahnt sind, dann dürfte das die allerbeste Versicherung gegen einen zukünftigen Krieg sein.

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